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Technische Daten Projekt Frankfurt - Gallusviertel

Standort
60326 Frankfurt - Gallusviertel, Schlossbornerstraße 23

Das Gebäude befindet sich in einer denkmalgeschützte Siedlung in Frankfurt aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts. Alle Häuser in der Schlossbornerstrasse stellen gestalterisch ein einheitliches Ensemble von maßstäblich gleichgroßen Gebäuden in Klinkermauerwerk mit Klinker-Ornamenten dar. Nur das Haus Schloßbornerstraße 23 wurde im 2. Weltkrieg zerstört und in Anfang der 1960er Jahren als Schlichtgebäude im typischen Nachkriegsstil mit einfachem Satteldach und Putzfassade wieder aufgebaut. Somit stand dieses Haus mit 6 kleinen Wohneinheiten als ein Fremdkörper zwischen den Klinkergebäuden und störte das Straßenbild in diesem Bereich nachhaltig.

Die Hellerhof GmbH, Tochter der ABG FRANKFURT HOLDING GmbH, Eigentümerin aller Klinkergebäude und dem vorbenannten Schlichtgebäude in der Schlossbornerstraße, entschied sich zu einer aufwendigen Sanierung mit Umbau des Bestandes. Nach der Sanierung unterscheidet sich das Nachkriegsgebäude visuell von den umliegend vorhandenen Klinkerbauwerken kaum noch und das Straßenbild ist in seiner Gesamtheit geheilt.

Die Sanierung
Das Bestandsgebäude wurde nicht abgerissen, sondern bis auf die Grundmauern entkernt. Das nicht ausgebaute Dach wurde entfernt und im Stil der Nachbargebäude völlig neu aufgebaut. Somit entstanden im Dachgeschoss zwei neue Wohnungen. Auf der Rückseite erhielt das Gebäude zwei Anbauten, was zu einer Wohnflächenvergrößerung in den Normalgeschossen führte. Zwischen den Anbauten wurde eine Balkonanlage integriert, die zwar bei den umliegenden Gebäuden nicht zu finden ist, aber den Ansprüchen neuzeitlichen Wohnens gerecht wird. So konnte mit den zwei neuen Wohnungen im Dachgeschoss, den Anbauten und der Balkonanlage die vermietbare Wohnfläche von ursprünglich 372 qm um ca. 55% auf 577 qm erhöht werden. Auch bei dieser Umbau- und Sanierungsmaßnahme bestand die Vorgabe das energetische Niveau des Passivhausstandards zu erreichen. Normalerweise stellt diese Vorgabe heute nicht unbedingt Problem dar, bei diesem Sanierungsprojekt war es eine echte Herausforderung, da auf eine 26 –35cm starke Außendämmung mit Polystyrol bzw. Steinwolle (aus Gründen des Brandschutzes) eine relativ schwere Verklinkerung aufgebracht wurde, die die Gestaltung der nachbarschaftlichen Bauwerke aufnimmt. Wie beim Passivhaus üblich, wurden alle Wohnungen mit einer dezentralen Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet, sowie einem Trockenschrank, in dem jeder Mieter seine Wäsche ohne Fremdenergie kostenfrei trocknen kann. Weitere bauliche Schwierigkeiten ergaben sich bei der statischen Untersuchung. Die alten Fundamente waren nicht mehr tragfähig und mussten komplett erneuert werden. Die Platzverhältnisse auf der Baustelle waren sehr begrenzt, so dass nicht viele Handwerker parallel arbeiten konnten und dies sich auch in der Bauzeit niederschlug. Dennoch konnte in der Vorgabezeit von 10-11 Monaten die Sanierungsmaßnahme durchgeführt werden.

Größe
Altbestand: dreigeschossiger Gebäudebestand der 50er Jahre, 6 Wohneinheiten (2- Zimmer-WE) mit jeweils 62 m² Wohnfläche, insgesamt 372 m² Wohnfläche, Dachgeschoss nicht ausgebaut.
Neubestand: viergeschossiger Gebäudebestand (Zubau von 2 Dachgeschosswohnungen), 8 Wohneinheiten, davon 6 2-Zimmer-WE mit 75 m² Wohnfläche und 2 2-Zimmer-WE mit 61 m² Wohnfläche im DG, insgesamt 577 m² Wohnfläche.

Bauherr
Hellerhof GmbH, Tochter der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Elbestraße 48, 60329 Frankfurt

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